Ich sehe es wohl wie die Meisten: die ALT ist eine Art von Zwischenwelt. "Eine Art von" weil man sie erst betritt, wenn man in der normalen (REAL) Welt schon physisch tot ist.
Aber weshalb ist sie da? Ich denke, die Antwort ist relativ simpel und wurde auch schon oft in Filmen und Bücher verarbeitet: Manche Tote wissen einfach nicht, dass sie schon tot sind und eigentlich ins Jenseits/nächste Leben/Level gehen müssten (genau wie im Film "Hinter dem Horizont" mit Robin Williams, starker Film --> zu empfehlen; oder 6th sense, div. Hokuspokus-Serien, etc). Damit man zur Erkenntnis kommt, braucht man eine Art von Hilfe. Bei Lost ist es nun so, dass man vom wichtigsten Menschen (oder mehreren) seines Lebens umgeben ist und diese als solche zuerst erkennen muss; und damit auch sein "wahres Leben" --> Daniel "we supposed to have another life" (oder so ähnlich

). Die Zwischenwelt spielt nämlich ein anderes, leicht verändertes vor.
Am Schluss sahen wir nun den Erkenntisweg von Jack. Er sieht bei jedem wohl ein bisschen anders aus, wie in den Flashes gesehen (ich meine damit, dass bei zB Kates Weg sie wohl eher nicht von Christian in der Kirche empfangen wird, sondern von jemandem, von dem sie wusste, dass er/sie schon tot ist...oder ein Buddhist wird wohl eher in einem Tempel empfangen etc.) Und es spielt auch keine Rolle, dass nicht alle "Teilnehmer" zur selben Zeit tot sind (also zB Jack vor Hurley stirbt). Wie Christian sagt, es gibt keine Zeit.
Ich denke auch, dass nicht jeder es durch machen muss... Man kennt doch die Gerüchte, dass man nochmals sein Leben vor den Augen durchziehen sieht, bevor man stirbt!

Aber ernsthaft, ich glaube genau das wurde hier auch verarbeitet...